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01Aug

Unsere Ziele zum Biogas

  • Der Anteil der für die Energieproduktion genutzten landwirtschaftlichen Nutzfläche soll auf maximal 13% begrenzt werden (siehe Energieszenario der Landtagsfraktion).

 

  • Die Bioenergie fördern, die den größten Klimaschutz- und Substitutionsnutzen bringt und gut für den Naturschutz ist. Das heißt: Die Kraftstoffproduktion incl. der Beimischungspflicht (E 10) zurückdrängen zugunsten der Produktion von Biogas aus nachhaltig produzierten Substraten, Wärmegewinnung aus Holz, etc. Wir wollen einen Boni für ökologische Wildpflanzen statt für Mais.

 

  • Biogas muss energieeffizienter eingesetzt werden. Bei ausschließlicher Stromproduktion – ohne Nutzung der Abwärme liegt der Wirkungsgrad lediglich zwischen 35 und 40%. Durch Kraft-Wärme-Koppelung (Nutzung der Abwärme) soll der Wirkungsgrad mindestens 75% betragen. Wo in unmittelbarer Umgebung der Biogasanlage keine sinnvolle Wärmenutzung möglich ist, müssen Produktion und Verstromung von Biogas räumlich entkoppelt werden. Das bedeutet Aufbereitung des Biogases auf Erdgasqualität, Transport über das Gasnetz, Verstromung etwa in Blockheizkraftwerken (wird über das EEG kostendeckend honoriert).

 

  • Biogas als neben der Wasserkraft  einzigegrundlastanfähige regenerative Energie vermehrt gezielt zum Schließen von Stromlücken eines geringen Windkraft- und Sonnenstromdargebots nutzen und dieses entsprechend im EEG fördern.

 

  • Das Boni-System des EEG ändern. Das heißt: Den NaWaRo-Bonus, der den Einsatz von Mais fördert, abschaffen. Die Grundvergütung degressiv so ausgestalten, dass bäuerliche Anlagen bis 75 KW und bis 250 kW zu Lasten größerer Anlagen mit weiten Transportwegen besser gefördert werden. Diese Grundvergütung soll nur gezahlt werden, wenn der Einsatz von Mais höchstens 25% beträgt. Ein gestaffelter Umweltbonus soll ökologisch besonders vorteilhafte Anlagen – etwa aufgrund des Einsatzes von Blühpflanzenmischungen als Substrat – besonders fördern. Ferner soll die kurzfristige Speicherung von Biogas gefördert werden, mit der es möglich wird, dessen Verstromung am Bedarf auszurichten. Die Gesamtförderung für Neuanlagen soll anhand des Anteils von Energiepflanzen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche jährlich neu berechnet werden.

 

  • Die Bürgerbeteiligung bei Genehmigungsverfahren zur Errichtung von Biogasanlagen soll gestärkt werden.
Verfasst am 01.08.2012 um 15:29 Uhr von .
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